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Schüler des Schiller-Gymnasiums beim Fremdsprachenwettbewerb

In diesem Jahr hat Kolja Zydatiss (10EU) in Französisch und Englisch am Fremdsprachenwettbewerb teilgenommen. Hier dazu ein Interview:

Kolja, du hast am Fremdsprachen-Wettbewerb in den Sprachen Englisch und Französisch teilgenommen. Was waren denn die Aufgaben?

Die Aufgaben bestanden darin, angefangene Wörter zu beenden, ein Bild zu beschreiben, über das Thema „Belgien“ Fragen zu beantworten und einen Text zu schreiben. Außerdem musste ich noch etwas auf einer Kassette aufnehmen.

Wie lange hattest du Zeit?

Ich hatte ungefähr 45 Minuten Zeit.

Hast du erfolgreich daran teilgenommen?  

Ja, und ich würde es gerne wieder machen, da es mir Spaß gemacht hat.

Was hast du gewonnen?  

Da ich den ersten Platz aus Berlin in 2 Sprachen belegt habe, habe ich eine 3-wöchige Reise nach Kalifornien gewonnen. Man konnte auch eine Reise nach Malta und Hastings gewinnen.

Kommst du jetzt in die nächste Runde? Wie wird es weiter gehen?  

Ja, ich komme in die nächste Runde, das ist das Sprachenturnier. Es wird im September 2006 in Neuendettelsau bei Nürnberg stattfinden. Die Besten aus jedem Bundesland werden gegeneinander antreten. Aus Berlin sind es 4 Teilnehmer. Der Gewinner dieser Runde ist dann der Sieger von Deutschland.

Warum hast du daran teilgenommen?

Ich hatte gute Chancen um zu gewinnen, weil ich gut in Fremdsprachen bin. Außerdem haben nicht viele andere mitgemacht. 10 Teilnehmer haben noch daran teilgenommen. Ich hatte bessere Gewinnchancen, da wenige Leute mitgemacht haben, die 2 Sprachen belegt haben.


Also warst du dir gleich sicher, dass du gewonnen hast?

Nein, überhaupt nicht!!! Ich dachte, mein Text über Belgien wäre nicht gut genug gewesen, aber es hat doch gereicht.

Wo hat der Wettbewerb stattgefunden?

Er hat hier in der Schiller-Schule im Raum A001 stattgefunden.

Was wirst du in den Sommerferien machen?

In den Sommerferien gehe ich mit den anderen Gewinnern nach Kalifornien.

Danke für das Interview, Kolja. Wir wünschen dir viel Spaß auf deiner Reise, und drücken dir die Daumen für die nächste Runde!

Von Marie-Louise, Radha, Varinia und Laurie (8EU).


Und so ging es weiter: Bericht von Kolja:

 

Meine Erfahrungen beim Sprachenturnier des Bundeswettbewerb Fremdsprachen in Neuendettelsau, September 2006
          

Vor fast einem halben Jahr durfte ich an der zweiten, d.h. der nationalen Endrunde des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in Neuendettelsau teilnehmen. Neuendettelsau, das ist eine Kleinstadt in Bayern, in der die Diakonie ihre Zentrale hat und in deren Hotel wir untergebracht waren. Zu dieser Runde des Wettbewerbs waren alle Landessieger des Bundeswettbewerbes eingeladen, zu denen ich gehörte. (Als Landessieger von Berlin habe ich übrigens eine 3 wöchige Sprachreise nach Santa Barbara in Kalifornien gewonnen)
Jeder der Teilnehmer hatte zwei Wettbewerbssprachen, in meinem Fall English und Französisch. Als Vorbereitung sollte ich ein Französisches Buch aus einer Liste auswählen und lesen. Zum Inhalt des Buches musste ich in Neuendettelsau Fragen von zwei Juroren beantworten. Am ersten Abend wurde uns von einer Schweizerin, der Frau Hägi, das Thema Schwiezerdütsch nahegebracht. Wir lernten die Aussprache und andere Besonderheiten dieser Sprache und versuchten einen schweizerischen Schlager zu singen. Am nächsten Tag las uns die Frau Hägi eine Geschichte auf Schwiezerdütsch vor, deren Inhalt wir schriftlich in unserer zweiten Wettbewerbssprache, also in meinem Fall Französisch, wiedergeben mussten. Alle weiteren Aufgaben waren in der zweiten Wettbewerbssprache, in meinem Fall English.
Alle Teilnehmer mussten einen bestimmten Ort in Neuendettelsau besichtigen und darüber eine Präsentation halten. Es gab mehrere Orte zu Auswahl. Ich nahm an einer Führung der Zollhundeschule Neuendettelsau, einer von zwei Zollhundeschulen in der Bundesrepublik, teil. Dort bilden die Bundespolizei und die Justiz Hunde zur Drogensuche und zum Personenschutz aus. Ich fand es sehr interessant, einen Einblick in die Arbeit der Zollhundeschule zu bekommen, und es fiel mir nicht schwer darüber eine Präsentation zu halten.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, einen multiple-choice Fragebogen mit Landeskundlichen Fragen zu Englischsprachigen Ländern zu beantworten. Es gab auch eine Gruppenaufgabe. Wir wurden per Zufall in Gruppen von vier bis fünf Personen eingeteilt und mussten einen kurzen mehrsprachigen Sketch oder Szene schreiben. Dazu wurde uns an zwei Abenden Vorbereitungszeit gegeben. Diese Sketche wurden dann am dritten, dem letzten Tag, aufgeführt. Da ich aus irgendeinem Grund eine tiefe Abneigung gegen von Schülern selbst geschriebene Sketche habe, (sie haben meist keinen Biss und sind harmlos und oberflächlich) fand ich das ganze ziemlich anstrengend. Natürlich gab es auch originelle und witzige Ideen, der Rest war grauenhaft. Unser Sketch war einer der Schlechtesten. 

Später gab es dann eine Siegerehrung. Da ich unter den ersten 20 war, bekam ich einen Platz bei ISLI, einem internationalen Seminar für Führungsqualitäten, organisiert von den Nato Staaten und abgehalten in englischer Sprache. Als ich dort im März diesen Jahren teilnahm, hatte ich eine wunderbare Zeit. Auch die Sketche die wir dort als Teil unserer Persönlichkeitsentwicklung schreiben mussten waren von weit höherer Qualität und sehr amüsant. (Warum weiß ich nicht. Vielleicht sind wir Deutschen einfach langweilig.) Die zwei Hauptpreise in Neuendettelsau waren die Teilnahme an Universitätskursen in Amerika in den Sommerferien. Es wurden auch Sprachreisen und Bargeld als Preise verliehen, und ein Ausflug in eine europäische Stadt, ich glaube London oder Paris. Die Hauptsieger wurden auch von der Bildungsministerin in Berlin empfangen.

Im Großen und Ganzen hat es sich also für fast alle gelohnt, am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilzunehmen. In diesem Jahr nehme ich am EW (Einzelwettbewerb) 3 (das ist der Fremdsprachenwettbewerb für ältere Schüler) teil und bin schon in der dritten Runde. (die erste Runde wurde mir übrigens erlassen, da ich in Neuendettelsau unter den ersten 20 war).

Kolja Zydatiss, 11EU, Juli 2007