Neuigkeit: Theater Q2 Ltz, Ktz am 3.+4. Juli 19 Uhr Aula
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Als Schüler eines Geschichtskurses der Oberstufe, glaubten wir,  genug über die Konzentrationslager der Nazis zu wissen, und dass uns der eigentliche Ort nicht mehr beeindrucken könnte. Um so überraschter waren wir, als wir im Konzentrationslager Sachsenhausen, in Oranienburg Berlin, ankamen und uns die geballte Geschichte und das Leid,  der damals dort eingesperrten Menschen einholte.

Der Eintritt in das Lager ermöglichte uns einen weiten Blick über eine spröde Landschaft, wo einst Baracken für 200.000 Häftlinge aufgereiht standen. Wir folgten dem geraden Pfad über den Appellplatz bis zu der ersten sichtbaren Hinrichtungsstätte. Es war der Galgen,  an dem die Hinrichtungen vor den Augen aller Gefangenen statt fanden. Diese Vorstellung  war ein wirklicher Schock.

In den Museen fanden wir einige übriggebliebene Gegenstände. Es wurden die wohlbekannten „gestreiften Pyjamas“ ausgestellt, Foltermaschinen sowie zerfetzte Lederstücke. Diese stellten  sich als Teile von Schuhen heraus. Um diesen Eindruck erst einmal auf sich wirken zu lassen, setzten wir uns in den Kinosaal. Dort wurde ein Dokumentationsfilm über das damalige Lagerleben im Original gezeigt, von der Zeit 1936 bis 1950.

Der Dokumentationsfilm machte es nicht viel einfacher die gezeigten Fakten über das unglaubliche Leid der Menschen zu verarbeiten. Anschließend besichtigten wir die „Station Z“ in der sich das Krematorium mit vier Verbrennungsöfen, einer Genickschussanlage und einer Leichenhalle befand. Wir erfuhren das im Jahr 1943 noch eine als Bad getarnte Gaskammer eingebaut wurde, die zur zusätzlichen systematischen Vernichtung der Menschen diente.

Zutiefst ergriffen und geschockt über das Erfahrene machten wir uns auf den Heimweg. Auf der Fahrt zurück stellten wir fest, dass wir als nachfolgende Generation nicht unbedingt für das Geschehene verantwortlich zu machen sind, uns jedoch mit der Vergangenheit auseinander setzen müssen damit die zahlreichen Opfer in den Konzentrationslagern nicht in Vergessenheit geraten.

Mariella D. & Senyo K.