Neuigkeit: Elternabend (Oberstufe) zum Thema: "Abitur und was dann? - Wie kann ich mein Kind bei der Berufszielfindung unterstützen?", 23.11.17, 19 Uhr, R 201
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PW-Kurs bei der Arbeit, 2013


Wir wollen die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler befähigen, verantwortungsbewusst ihre Aufgaben als Bürgerinnen und Bürger in der Demokratie aktiv wahrzunehmen. Aber: Demokratie lässt sich nicht einfach „lernen“, denn sie kennzeichnet der ständige Prozess der Kommunikation, der gesellschaftlichen Diskurs, der seinen immer vorläufigen Abschluss in einem Kompromiss findet. Diese Komplexität ist nicht immer leicht zu verstehen und zu akzeptieren, gerade für junge Menschen, die nach klaren Antworten, nach Orientierung und zunehmend nach Werten suchen. Der Weg, den wir mit den Schülerinnen und Schülern zur Herausbildung eines geschichtlich, geografisch und politisch gebildeten Staatsbürgers bzw. einer Staatsbürgerin gehen, hat viele Stationen, Kreuzungen und Verzweigungen. Dabei wechseln im Unterricht Phasen der Wissensvermittlung, der Methodenerarbeitung mit denen der Übung in kontroversem und einfühlsamem Denken und Handeln. Im Schulalltag und in der 'großen Politik bzw. Geographie' sowie bei der Analyse von lokalen bis hin zu globalen Problemen gilt das allgemeine Ziel, die Schülerinnen und Schüler anzuregen, Probleme konstruktiv und sachgerecht lösen zu können. Geografisches und politisches Lernen muss konkret und aktuell sein, damit es sinnhaft erfassbar wird, dies gilt ebenso für das unabdingbare geschichtliche Fundament. Die Auseinandersetzung des Menschen mit seiner jeweiligen sozialen, geografischen und politischen Umwelt muss immer wieder erarbeitet werden; unsere Vorfahren und unsere heutigen Mitmenschen auf der ganzen Welt 'befragen' wir nach ihrer Lebenssituation, ihren Problemen, ihren Entscheidungskriterien und Möglichkeiten, um daraus Lehren ziehen zu können: gesellschaftlich und individuell. Dabei entdecken die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt der Lebensentwürfe und historisch-geografischen Situationen, in denen sich Menschen bewegen. Das führt zum Erkennen der Bedeutung der Dialogfähigkeit, des Erkennens von Alternativen und zum Tolerieren gegensätzlicher Positionen.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern die Realisierung der folgenden Prinzipien[1] angestrebt wird: Entfaltung von systematischem Wissen und dessen Anwendung auf individuell unterschiedlichen Lernwegen, Entwicklung von Fachkompetenzen, Förderung der Kommunikationsfähigkeit, Kooperation in konkreten, anwendungsbezogenen Lernsituationen, Aktive Nutzung des politisch-geografischen Umfelds: Berlin als Hauptstadt, Brandenburg bis hin zum europäischen Ausland. Wir sind der festen Auffassung, dass sich die Wissenserarbeitung der demokratischen Grundsätze, der Menschenrechte und der politischen Partizipation sowie die Kenntnisse von der Entwicklung der Erde und den Lebensbedingungen auf der Erde auf der Basis dieses dynamischen Modells verwirklichen lässt. 

Sinngemäß zitiert nach den Curricularen Vorgaben der Senatsverwaltung für Bildung und Sport, Schuljahr 2005/2006.