Neuigkeit: Theater Q2 Ltz, Ktz am 3.+4. Juli 19 Uhr Aula
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1. Zwei und Dieselbe von Mary E. Pearson, ab 12

Körperlich unversehrt, aber ohne Erinnerung erwacht Jenna aus dem Koma. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wer sie einmal war. Denn der Mensch, als den ihre Eltern sie beschreiben, bleibt ihr fremd. Die Wahrheit, der sie schließlich Stück für Stück auf die Spur kommt, ist ungeheuerlich: Jenna hatte einen furchtbaren Unfall - und ihre Eltern haben alles medizinisch Mögliche getan, um sie am Leben zu erhalten. Doch ist sie wirklich noch dieselbe?

In ihrem neuen Jugendroman wagt sich die Amerikanerin Mary E. Pearson an das Thema biomedizinischer Experimente heran. „Zwei und Dieselbe“ ist eine ebenso spannende wie anregende Lektüre.

2. „Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen“ von Jacqueline Kelly, ab 12

Das Buch erzählt von einem Mädchen, das seinen eigenen wissbegierigen Kopf hat, das studieren möchte und dadurch die Konventionen und Erwartungen sprengt - aber sie tut dies nicht ohne Scheu, Zweifel und Gewissensbisse.

Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen ist ein herrlicher Lesegenuss. Die Geschichte entführt den Leser in eine aufregende Zeit (1899 in Texas) des Umbruchs, wo neben technischem Fortschritt die Emanzipation der Frauen ihren Anfang hatte. Schöner kann man dieses Thema den Mädchen von heute kaum näher bringen.

3. Hechtsommer von Jutta Richter, ab 10

Die Süddeutsche Zeitung schrieb dazu:

.Jutta Richter erzählt die Geschichte der Brüder Daniel und Lukas und ihrer Freundin Anna - die Geschichte eines Sommers, in dem die Zeit stillzustehen scheint, ein Sommer des Glücks und der Trauer, der Freundschaft und des Abschieds. Die drei angeln, Tag um Tag, doch es ist mehr als ein Zeitvertreib, denn Daniel will den geheimnisvollen großen Hecht fangen, der für ihn zum Sinnbild der Krebserkrankung seiner Mutter geworden ist. Der Kampf gegen den Fisch ist ein Kampf gegen das Sterben der Mama. Es geht also um fundamentale Gefühle - gewagt, meint die Rezensentin, aber gelungen, dank der wunderbaren Sprache der Autorin.   

4. Damals am Meer von Meg Rosoff, ab 14      

Ich bin hundert Jahre alt, ein unmögliches Alter, und meine Gedanken sind nicht in der Gegenwart verankert. So driften sie dahin und landen fast immer am gleichen Ufer. Heute, wie an den meisten anderen Tagen, ist es das Jahr 1962. Das Jahr, in dem ich die Liebe entdeckte. Ich bin wieder sechzehn. Wie ich Finn traf? Und die kleine, windschiefe Hütte direkt an Meer fand, angefüllt vom ewigen Rauschen der Wellen, mit dem prasselnden Kaminfeuer und der wärmenden Suppe? Das war, als ich auf mein drittes Internat kam, St. Oswald, mit seiner Kälte, seinem Drill und seinem erbärmlich schlechten Essen. Und ich suchte nur eine Zuflucht ...

Ein Buch über eine zerbrechliche Jungenfreundschaft im rauen englischen Internatsklima der 60er Jahre.

5. Die Ameisenkolonie von Jenny Valentine, ab 12

Es ist diese Anonymität, die der junge Sam sucht. Sam hat Mist gebaut. Lange weiß der Leser nicht, welches Geheimnis der 16-Jährige mit sich herumträgt. Aber es muss ein sehr dunkles sein, das Sam vom Land in die Metropole London treibt, um für alle, die er kennt, vom Erdboden zu verschwinden. Sam zieht in ein marodes unauffälliges Londoner Mietshaus ein. Im Grunde könnte nun sein Plan, alles Alte hinter sich zu lassen, aufgehen. Aber da hat er falsch gewettet, denn die Hausgemeinschaft macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Das Haus wird von recht unterschiedlichen Personen bewohnt . Obwohl Sam  keinen Kontakt zu anderen wünscht, kann er sich nicht vollständig gegen das Interesse an seiner Person wehren und wird langsam immer mehr Teil dieses merkwürdigen »Mikrokosmos«.

6. Zoe von Clay Carmichael, ab 12

Zoë, ein 11-jähriges selbstbewusstes Mädchen kommt nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Onkel Henry, Herzchirurg und Bildhauer, ihrem einzigen lebenden Verwandten.
Sie müssen sich kennen lernen. Beide haben Enttäuschungen mit Menschen erlebt. Vor allem Zoë vertraut keinen mehr: Ihre Mutter hatte sie jahrelang vernachlässigt und hat sich nur um ihre wechselnden Beziehungen mit zwielichtigen Männern gekümmert.
Bei Henry erlebt sie eine neue Welt, eine Welt, in der sie endlich Kind sein darf.
Zu dieser neuen Welt gehören neue liebenswerte Freunde, ein streunender Kater, jede Menge Abenteuer... und ein paar Geheimnisse.

7. Meto`von Yves Grevet, ab 12

Das Buch handelt vom dem Jungen MÉTO und seinen Kampf für ein Leben in Freiheit. In Frankreich wwr es ein Bestseller. Es war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013 nominiert. Ich habe das Buch bereits im März 2014 hier auf der Website vorgestellt

8. Unter Verdacht von Joyes Carol Oates, ab 13

Niemals wäre Matt auf die absurde Idee gekommen, ein Attentat auf seine Schule zu verüben. Und doch soll es Zeugen geben, die schwören, er habe damit gedroht. Matt steht unter Verdacht. Und wie es scheint, gibt es nur einen Menschen an der Schule, der ihm glaubt: Ursula Riggs, die Unnahbare, die Jungen sonst aus dem Weg geht, so gut sie kann.
Sind denn alle verrückt geworden?

9. Mojsche und Rejsele von Karlijn Stoffels, ab 12

Das Buch spielt im Wirkkreis des polnischen Arztes und Pädagogen Janusz Korczak. In den Mittelpunkt gestellt und als Erzähler fungiert jedoch ein damals 13jähriger jüdischer Junge, Mojsche. Diesem begegnen wir in der Rahmenhandlung ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende in Tel Aviv als älterem Mann. Unwirsch reagiert er auf die Bitte eines Journalisten, seine Erinnerungen an seine Zeit im Waisenhaus von Dr. Korczak zu erzählen, hat er diese Erinnerungen doch tief in sich begraben. Doch das Gespräch mit dem Journalisten wühlt ihn auf, das lang Verdrängte kommt nach oben und er fängt an, sich zu erinnern.
Warschau 1939: Mojsche ist 13, stolz und eigensinnig. Er ist zwar Jude, doch er fühlt sich vor allem als Pole. Als er in das jüdische Waisenhaus von Janusz Korczak kommt, will er mit den jüdischen Bräuchen, die dort gepflegt werden, nichts zu tun haben. Das ändert sich, als er sich in seine "Betreuerin" Rejsele verliebt.

10. Luke und Jon von Robert Williams, ab 12 

Luke ist dreizehn, als seine Mutter stirbt. Sein Vater kann sich das Haus nicht mehr leisten und zieht mit ihm in eine Kleinstadt nach Nordengland. Es beginnt eine schwierige Zeit: Lukes Vater lässt sich gehen, und Luke vermisst seine Mutter jeden Tag mehr. Robert Williams' Roman "Luke und Jon" ist Coming-of-Age-Debüt über eine ungewöhnliche Freundschaft, Verlust und Erwachsenwerden. Prämiert mit dem englischen National Book Tokens Prize, der Buchhändler auszeichnet, die selbst Romane schreiben
Das Buch habe ich hier auf der Website auch bereits im Okt 2014 vorgestellt (engl. Fassung)

11. Zickzackkind von David Grossman, ab 12 

Nono wird in ein paar Tagen dreizehn. Ein besonderes Datum, denn dann feiert er Bar Mizwa, seinen Eintritt in die jüdische Glaubensgemeinschaft. Doch bevor das große Fest stattfinden kann, sitzt Nono allein im Zug von Jerusalem nach Haifa. Sein Onkel erwartet ihn, um Nono die letzten Anweisungen für das große Fest zu geben. Aber es kommt alles anders. Auf der Fahrt steigen zwei Männer in sein Abteil: Sie sind an den Händen aneinandergefesselt, nach Nonos Beobachtungen ein Sträfling und sein Wächter. Doch warum benehmen sich die beiden nur so komisch? Nono schwitzt Blut und Wasser. So plötzlich, wie die beiden erschienen sind, verschwinden sie auch wieder. Auf den Sitzen haben sie einen Brief hinterlassen, der an Nono gerichtet ist. Gleich zwei Absender gibt es: Nonos Vater und seine Frau, mit der er zusammen lebt. »Begib Dich unverzüglich in das dritte Abteil des Waggons. Dort wirst Du eine Person antreffen, die Dich erwartet. Nur Dich, Dich allein! Wir geben nicht preis, ob es sich um Mann oder Frau handelt, jung oder alt«, lautet die Nachricht. Ein Abenteuerspiel! Doch Nono entscheidet sich für die falsche Person: Felix Glick. Und damit beginnt ein viel größeres Abenteuer. Von einer Zugentführung bis hin zur Flucht vor der Polizei. Je mehr Nonos Vater, der Polizist ist, die beiden einkreist, desto mehr erfährt Nono über seine Geschichte. Felix Glick ist sein Großvater, ein Hochstapler und war eng mit Nonos verstorbener Mutter befreundet. Das Spiel des Vaters gerät aus den Fugen. Aber Nono lernt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

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Ich möchte euch an dieser Stelle auch noch Bücher vorstellen, die ich gerade gelesen habe und absolut empfehlen kann: 

1. Die Zeit der Wunder von Anne-Laure Bondoux, ab 13

"Ichheißebläsfortünuntichbinbürgaderfranzöschenrepublikdasisdiereinewaheit" – mit diesem mühsam auswendig gelernten Satz macht sich ein Junge aus dem Kaukasus auf den Weg nach Frankreich – ins Land der Freiheit und der Menschenrechte. Der Junge heißt Kumaïl, und er glaubt tatsächlich, was er sagt. Man hat ihm erzählt, er sei Franzose, als Baby habe die junge Russin Gloria ihn vom Schoß seiner Mutter aus einem zerbombten Zug gerettet. Auch den Pass habe sie mitgenommen. Darin steht der Name Blaise Fortune. Gloria, die ihren Schützling "Monsieur Blaise" nennt, ihn umsorgt und aufmuntert, kann über seine Rettung eine wunderbare Geschichten erzählen. Auch vom paradiesischen Obstgarten ihrer Familie und Glorias Liebe zu Zem Zem lässt sich Kumaïl immer wieder berichten, wenn ihn die Sehnsucht nach seiner französischen Mutter packt. Oder die Verzweiflung.

Gloria und Kumaïl leben in einer Flüchtlingsunterkunft am Rande der Stadt Tbilissi in Georgien. Später kommen sie auf einer vergifteten Müllhalde unter. Denn sie versuchen vergeblich, mit dem Schiff nach Westen zu gelangen. Schleuser, die sie über den Landweg nach Frankreich bringen wollten, betrügen sie. Jahre gehen dahin mit der Flucht auf Straßen durch Osteuropa. Immer wieder holen die Kriegswirren der Kaukasus-Unruhen in den neunziger Jahren die beiden ein.

2. Mit Worten kann ich fliegen von Sharon M. Draper, ab 12

Melody leidet unter einer zerebralen Kinderlähmung. Sie ist schwerstbehindert und wird sich niemals selbst versorgen können. Da sie sich kaum bewegen kann, ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Nicht einmal durch Sprechen kann sie sich verständlich machen. Aber sie wächst in einer Familie auf, dies sie liebt, versorgt und fördert. Auch in ihrem Umfeld gibt es Menschen, die ihr verbunden sind. Insbesondere eine Nachbarin unterstützt die Familie, wo sie nur kann.

Melody hadert dennoch nicht mit ihrem Schicksal. Meist ist sie positiv gestimmt. Sie verfügt über einen wachen Geist. Sie ist wissbegierig, intelligent, hat ein ausgesprochen gutes Gedächtnis und ein erstaunliches Vorstellungsvermögen. Ihren Altersgenossen ist sie in manchen Dingen voraus. Ihr größter Wunsch ist es aber, sich mitteilen zu können. Sie kann sich in ihrer Fantasie und in ihren Träumen alles ausmalen, in ihrem Kopf ist alles möglich, aber sprechen kann sie nicht. Hier hilft ihr aber eines Tages die Technik weiter. Ein kleiner Sprachcomputer macht das für unmöglich Gehaltene dann doch möglich. Denn ihre Daumen kann Melody bewegen und damit tatsächlich das Gerät steuern.

Die Geschichte ist sehr beeindruckend. Die Autorin schreibt auf eine sehr einfühlsame Art und Weise. Sie lässt Melody selbst erzählen, was sie erlebt und empfindet. Wie sie sich stets ihre positive Einstellung gegenüber dem Leben zu bewahren versucht, obwohl das Schicksal so hart mit ihr verfährt und ihr immer wieder ihre Grenzen aufzeigt. Melody hat Humor und dass macht vieles leichter.

Die packende Geschichte besticht durch die sympathische Melody, die trotz schwerster Behinderung eine Kämpferin ist und „Ja“ zum Leben sagt. Ein Buch, das man nach dem Lesen nicht einfach zur Seite legt, sondern nachhallt.

3. Die Herren des Hügels von Niccolo`Ammanit, ab 13

Irgendwo im tiefen Süden Italiens liegt inmitten von Weizenfeldern Acqua Traverse, eine Ansammlung von fünf Häusern. Die Menschen sind arm und die Zeit scheint still zu stehen. Es ist Sommer, ein unerträglich heißer Sommer im Jahre 1978. Die Kinder haben Ferien und spielen trotz der Hitze draußen.

Eines dieser Kinder ist der neunjährige Michele Amitrano. Sein Vater ist LKW Fahrer und oft unterwegs. Aber in diesem Sommer ist er nach Hause gekommen und verspricht, dass sich alles ändern wird.
Beim Spielen in einem verlassenen Haus entdeckt Michele einen fremden, halbverhungerten Jungen, der etwa im gleichem Alter scheint. Zuerst denkt er, dass der Junge tot ist, doch dann bemerkt er, dass er lebt. Warum er aber in einem Loch im Boden hockt und am Fuß gefesselt ist, kann Michele sich zunächst nicht erklären. Der Junge scheint verrückt zu sein, er redet nur unzusammenhängendes Zeug. Michele findet das Geheimnis spannend und erzählt niemanden von seiner Entdeckung. Stattdessen bringt er dem Jungen Essen und Wasser. Doch dann muss er feststellen, dass der Junge entführt wurde. Und das die Erwachsenen des Dorfes damit zu tun haben, auch seine Eltern…