Neuigkeit: Studientag zum Thema Medienbildung ab 9 Uhr am Mo, den 06.11.2017 (Montag nach den Herbstferien) - unterrichtsfrei!
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Sophia, Marie und Francesca und gehören zu den Gründungsmitgliedern der AG „Erinnern an ehemalige Schüler des Schiller- Realgymnasiums“.

Die Erlebnisse und Erfahrungen, die wir im Laufe der letzten Jahre sammeln durften, haben uns in vielerlei Hinsicht verändert.

Obwohl wir damals bereits seit einigen Jahren die selbe Schule besuchten, hat die Arbeit in der AG uns ermöglicht neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen.

Angefangen mit der ersten Begegnung bis hin zum heutigen Tag haben wir uns mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt, sodass es nicht nur zu einem Projekt, sondern zu einem Herzensanliegen wurde.

Wir sind stolz Ihnen heute unser Ergebnis präsentieren zu dürfen.

Das richtige Kennenlernen untereinander begann mit den Vorbereitungstreffen für die geplante Fahrt nach Polen im Juli 2013.

Wir alle waren gespannt aufeinander und begegneten uns von Anfang an aufgeschlossen. Wir erzählten uns unsere eigenen Geschichten und näherten uns immer mehr und mehr an.

Die Gedenkfahrt nach Polen war für uns die erste Gelegenheit uns als zusammengehörige Gruppe zu fühlen.

Eine wichtige und bedeutsame Rolle spielte für uns die Emotionalität, die wir an den verschiedenen Gedenkorten erfahren haben, und mit der wir in der Gruppe offen umgehen konnten.

Trotzdem haben wir mit Hilfe von Frau Puchstein und Elke Gryglewski eine Balance zwischen Ergriffenheit und positiven Erlebnissen finden können.

Besonders bewegt hat uns zum Beispiel der Besuch der Gedenkstätte Majdanek, welcher uns vor Augen führte, wie sehr wir uns in der Gruppe gegenseitig auffangen können.

Wir waren mit unseren Gedanken über Erlebtes und unseren Empfindungen nie allein und der Zusammenhalt und das Vertrauen wurden dadurch von Tag zu Tag tiefgreifender.

Denn auch wenn jeder unterschiedlich mit solchen, zweifellos schwierigen und traurigen Themen und Erlebnissen umgeht, gab es immer Freunde, die ja schließlich genau dasselbe erlebten.

Das verbindet uns bis heute.

Gleichzeitig sorgten Freizeitaktivitäten für einen Ausgleich, zu denen beispielsweise ein Tagesausflug zu einem wunderschönen See gehörte.

Somit zählte das gemeinsame Lachen auch zu einem der wichtigsten Teile der zehntägigen Reise und eine Begegnung auf verschiedenen Ebenen, der sachlich-thematischen und der emotionalen, war möglich.

Heute empfinden wir die Fahrt nach Polen, unsere erste gemeinsame Fahrt, als die wohl thematisch vor allem aber auch als die zwischenmenschlich intensivste Fahrt, bei welcher wir als zum Teil Fremde aufeinander trafen und zu einer zusammengeschweißten Gruppe wurden.

Ein weiterer Punkt, der uns stark verbunden hat, war die Konkretisierung des Denkmals und somit die Schaffung eines deutlichen Ziels, auf welches gemeinsam hingearbeitet werden sollte und wurde.

Wir entwickelten zusammen Ideen und aus vielen verschiedenen Ideen entstand eine gemeinsame Idee, die sich wie ein roter Faden durch das Bestehen unserer AG zieht.

Unsere Gruppe hat sich auch während der Fahrt nach Griechenland und der Fahrt nach Amsterdam immer weiter entwickelt und wir haben gemeinsam viele Dinge gesehen und erlebt, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Zudem waren wir nie eine geschlossene Gruppe, sondern offen für neue Mitglieder und die Atmosphäre hat sich dadurch zu keinem Zeitpunkt verändert. Abiturienten und Abiturientinnen gingen und neue Mitschüler kamen hinzu und generationsübergreifend setzt sich das Bestehen der AG fort.