Neuigkeit: Weihnachtskonzert am Mi, den 13. Dezember 2017 um 19:30 Uhr in der Aula
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Sehr geehrte Damen und Herren,

als wir im Jahr 2012 mit den ersten Überlegungen zu diesem Projekt begannen, haben wir nicht ahnen können, wie intensiv und komplex die Arbeit werden würde und auch nicht wie lange es dauern würde und wie schnell es dann doch gegangen ist, bis wir zu dem Punkt gekommen sind, an wir heute stehen.

Viele, sehr viele Menschen haben sich in verschiedenster Weise engagiert, damit das Ziel erreicht werden konnte: den ehemaligen Schülern des Schiller-Realgymnasiums würdig zu gedenken. Die heutige  dritte Veranstaltung für die „Ausgeschulten“ bildet nun einen ersten Abschluss, einen zentralen Meilenstein. Und da gilt es, den Vielen zu danken, die auf die eine oder andere Weise dazu beigetragen haben, dass wir hier heute den Gedenkort einweihen können.

Danksagungen sind nach meiner Ansicht von großer Bedeutung, zeigen sie uns doch das tiefe historische Bewusstsein und das oft stille Engagement von zahlreichen Menschen, die sich für die Ausgeschulten, für das heutigen Schiller-Gymnasium und für deren zukünftigen Schülerinnen und Schülern und natürlich auch für die Geschichte verantwortlich fühlen.

Dabei stellt die Reihenfolge der Danksagung keine Hierarchie dar. Es ist nicht zu entscheiden, wie viel diese oder jener beigetragen haben und es können naturgemäß nur einige Wenige hier genannt werden, obwohl wir jeder/jedem einzelnen von Herzen danken.

Das Schiller-Gymnasium und das Haus der Wannsee-Konferenz haben das Projekt von Anfang vorbehaltlos und intensiv gefördert, das gilt für die Institutionen wie für die Menschen, die diese Institutionen mit Leben füllen. Aber auch der Bürgermeister – Herr Naumann – war uns eine große Stütze, ideell und materiell konnten wir uns auf ihn und seine Mitarbeiterinnen verlassen. Vielen Dank!

Einige wenige der eher im Hintergrund Arbeitenden möchte ich heute gerne ein wenig ins Licht rücken:

  • da wäre das Team der Recherchierenden: Frau Martina Knoll und Torsten, ihr Mann sowie Marcus Gryglewski, die nicht nur unermüdlich recherchiert und koordiniert haben, sondern auch noch zahlreiche Veranstaltungen organisatorisch getragen haben,
  • da wären die verschiedenen Freiwilligen aus dem Haus der Wannsee-Konferenz, die z.B. zusammen mit Schülern des Schiller-Gymnasiums lautlos, aber immer effektiv die Technik im Griff hatten,
  • oder Herr Hanno Rath, der mit seiner kreativen Anfangsfinanzierung für den Gedenkort Tempo in den Ablauf gebracht hat,
  • oder auch der Verkäufer von Rahaus, der uns die Transportkosten für das Objekt erlassen hat, als er hörte, worum es ging,
  • die Liste ließe sich – wie gesagt – lange fortsetzen.

Aber, wem Elke Gryglewski und ich besonders danken möchten, das sind die Jugendlichen der AG: drei Jahre kontinuierliche Arbeit neben Schule, Sport, Familie und den üblichen Herausforderungen, die dieses Alter mit sich bringt. Absolute Verlässlichkeit, stetige  Einsatzbereitschaft und wachsendes kritisches Bewusstsein machten die Arbeit mit euch zu einem Privileg und Vergnügen.

So hat es mich nicht gewundert, als die neue Shellstudie herausgefunden hat, dass die Jugendlichen von heute, deutlich politischer, engagierter und verantwortungsvoller agieren als noch vor ein paar Jahren. Das haben wir direkt erlebt in der Zusammenarbeit mit unseren Jugendlichen.

Ohne eure Spontanität, Herzlichkeit, Freundlichkeit und auch eure Zweifel und kritischen Anmerkungen könnten wir heute nicht dieses Ergebnis vorweisen und vor allem hätten viele Überlebende und deren Nachfahren nicht erfahren können, dass Berliner Jugendliche sich ihrer geschichtlichen Verantwortung sehr wohl bewusst sind und dass sie bereit und willens sind, sich aktiv dieser Verantwortung zu stellen.

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.