Neuigkeit: Mi, 30.09.2017 9 Uhr Dienstbesprechung, Feriensprechstunde Sekretariat Fr, 01.09.2017 von 9-14 Uhr
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5.1 Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen (EVA)

 In Anlehnung an die Trainingsideen von Klippert und entwickelt aus der „Pädagogischen Schulentwicklung“ hat das Schiller-Gymnasium in den letzten Jahren ein spezielles Konzept erarbeitet, um das eigenständige Lernen und eigenverantwortliche Arbeiten der Schüler im Unterricht zu verankern. Unter der Prämisse der geforderten allgemeinen Standards und Kompetenzen müssen   Schüler die Gelegenheit bekommen, ihren individuellen Lernweg zu beschreiten und darüber hinaus erkennen, dass nur sie selbst diesen Weg gehen können. EVA an der Schiller-Schule ist ein ständiges Projekt, in welchem  Schüler Strategien für diesen Weg erlernen.
Zurzeit werden alle Klassen und auch die Sekundarstufe II mit speziell auf die Jahrgangsstufen und ihre Vorerfahrungen angepassten Trainingsmodulen zum Beginn des Schuljahres (2 Schultage) versorgt:

  • 7. Klassen:  Methodentraining (z. B. Lesetechniken, Referate vorbereiten, Zeitplanung) und Kommunikationstraining (z. B. Übungen im freien Sprechen und in nonverbaler Kommunikation)
  • 8. Klassen:  Teamentwicklung im Klassenzimmer (Gruppenarbeit, Regeln für das Arbeiten im Team, konzentrierte Erprobung und Anwendung im Fachunterricht)
  • 9. Klassen:  Gruppenarbeit und Visualisieren (Vertiefung der gelernten Methoden aus den Klasse 7 und 8, Visualisierung als Vorbereitung auf Präsentationen, Anwendung im Fachunterricht)
  • 10. Klassen:  Präsentation für den Mittleren Schulabschluss auf der Informations- und auf der Ebene des Fachunterrichtes, Zusammenarbeit mit der „Schülerwerkstatt“ der FU-Berlin ab Schuljahr 2009/10
  • 11.-13. Jahrgang:  Oberstufenspezifische Lernmodule, z. B. Vorbereitung auf die 5. Prüfungskomponente, wissenschaftliche Arbeitsformen, Rhetorik


Die nötigen Qualifikationen für die ständige Weiterentwicklung dieser Trainingsmodule erwerben  Lehrer des Schiller-Gymnasiums durch zusätzliche Fortbildung. Einzelne Lehrer wie auch Lehrerteams erarbeiten und überarbeiten regelmäßig Trainingsmodule für verschiedene Fächer und Jahrgänge. Die  Vernetzung, Organisation und ständige Reflexion des EVA-Projektes erfolgt durch ein Steuerungsteam, dem vier Lehrer und die Schulleitung angehören.
Ziel dieser Arbeit ist die  kontinuierliche Verankerung von EVA im Unterrichtsalltag, damit  Schüler eigenständig und selbstbewusst ihren Weg im Schullalltag, zum Mittleren Schulabschluss, zum Abitur und in der Wissensgesellschaft finden. Medien- und Computerkompetenz wird ausgehend von den Rahmenlehrplanvorgaben in den Fächern realisiert und von EVA unterstützt.

5.2 Soziales Lernen und Konfliktprävention

Schule ist ein Ort des sozialen Lernens. Im schulischen Alltag und durch eine Vielzahl von Projekten und Arbeitsgemeinschaften fördern wir das Erkennen und Reflektieren der persönlichen Stellung des Einzelnen im sozialen Gefüge der Schule und über die Schule hinaus.
Die Schülervertretung (SV) des Schiller-Gymnasiums ist ein aktives Organ, das den Schulalltag mitgestaltet. Auf Klassen-, Schul- und regionaler Ebene lernen die Schüler demokratische Strukturen kennen und wenden sie an.
Soziales Handeln zu fördern, gemeinsam Verantwortung für und in der Schulgemeinschaft zu tragen, bedeutet gleichzeitig, Konfliktbewusstsein zu entwickeln, um anschließend im Team die Bewältigung von Konflikten anzubahnen.
Dieses Ziel verfolgt die Mediatorengruppe unserer Schule, die aus Schülern der Jahrgangsgruppen 8 bis 13 besteht. Unter Anleitung und in Zusammenarbeit mit Lehrern führen die Mediatoren bei Bedarf Einzel- und Klassenmediationen durch. In regelmäßigen Gesprächsrunden werden auftretende Konfliktfälle besprochen und das weitere Vorgehen verabredet.
Jedes Jahr wird eine neue Gruppe von interessierten Schülern vom Mediatorenteam ausgebildet. Die Schüler-Mediatoren übernehmen jeweils im 2er Team für die 7. Klassen Patenfunktion, um für sie jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Auch das Konzept der Vertrauenslehrer, die von der Schülerschaft gewählt werden, und ein Vermittlungsausschuss, der paritätisch von den Mitgliedern unserer Schulgemeinde besetzt ist, dient der frühzeitigen Konflikterkennung und Konfliktlösung durch  Kommunikation.
Bei Bedarf bietet die Schule auch eine Beratung bei Suchtproblemen an, bei der Schüler und Eltern mit ihren Fragen und Problemen an die entsprechenden Einrichtungen im Bezirk weitervermittelt werden. Informationsveranstaltungen zum Thema Suchtprophylaxe finden regelmäßig an der Schule statt.
Eine Arbeitsgemeinschaft an unserer Schule widmet sich dem sozialen Engagement der Lernenden. Mit dem Wunsch, positives soziales Handeln im Schulalltag hervorzuheben und anzuerkennen, organisiert sie ein Portfolio, in dem Nachweise über soziale Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Schule gesammelt werden. Auch der Schiller-Preis, der nach der 10. und 13. Klasse an sozial besonders engagierte Schüler vergeben wird, dient diesem Ziel.
Soziales Lernen über den Schulalltag hinaus findet regelmäßig im Betriebspraktikum statt. In der 9. Jahrgangsstufe bekommen unsere Schüler die Möglichkeit, ihre sozialen Kompetenzen in einem Arbeitsumfeld zu erproben und zu erweitern.
Durch aktive Mitarbeit und Spenden unterstützt unsere Schulgemeinde immer wieder Organisationen wie „Arche“, die „Berliner AIDS-Hilfe“ und Entwicklungsprojekte in der Dritten Welt. Eine schöne Tradition unseres 11. Jahrgangs ist, Weihnachtsgeschenke für alte Menschen im Bezirk zu organisieren und diese persönlich zu überreichen.
Das rechtzeitige Erkennen von sich anbahnenden Konflikten ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Gewaltprävention. Daher ermutigen wir Kollegen zur Teilnahme an Fortbildungen in diesem Bereich und stellen Material zum Einsatz im Unterricht zur Verfügung.        
Durch Fortbildungen der Mitglieder der Schülervertretung (SV) sollen die Schüler unterstützt werden, das Profil der SV am Schiller-Gymnasium klarer herauszuarbeiten und die SV-Arbeit im Hinblick auf demokratisches Handeln zu optimieren. Durch eine wöchentliche SV-Stunde soll den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, die Inhalte ihrer Arbeit zeitnah zu kommunizieren.

5.3 Politische Bildung 

Fächerübergreifend wollen wir die uns anvertrauten  Schüler befähigen, verantwortungsbewusst ihre Aufgaben als Bürger in der Demokratie aktiv wahrzunehmen. Aber: Demokratie lässt sich nicht einfach „lernen“, denn sie kennzeichnet der ständige Prozess der Kommunikation, der gesellschaftliche Diskurs, der seinen immer vorläufigen Abschluss in einem Kompromiss findet. Diese Komplexität ist nicht leicht zu verstehen und zu akzeptieren, gerade für junge Menschen, die nach klaren Antworten, nach Orientierung und zunehmend nach Werten suchen.       
Der Weg, den wir mit den Schülern zur Herausbildung eines naturwissenschaftlich, geschichtlich, geografisch und politisch gebildeten Staatsbürgers gehen, hat viele Stationen, Kreuzungen und Verzweigungen. Dabei wechseln im Unterricht Phasen der Wissensvermittlung, der Methodenerarbeitung mit denen der Übung in kontroversem und einfühlsamem Denken und Handeln. Im Schulalltag, in Politikwissenschaft wie Geographie sowie bei der Analyse von lokalen bis hin zu globalen Problemen gilt das allgemeine Ziel, die Schüler anzuregen, Probleme konstruktiv und sachgerecht zu lösen.       
Politisches Lernen muss umfassend, konkret und aktuell sein, damit es sinnhaft erfassbar wird, dies gilt ebenso für das unabdingbare geschichtliche Fundament. Die Auseinandersetzung des Menschen mit seiner jeweiligen sozialen, geografischen und politischen Umwelt muss immer wieder erarbeitet werden; unsere Vorfahren und unsere Mitmenschen auf der ganzen Welt `befragen´ wir nach ihrer Lebenssituation, ihren Problemen, ihren Entscheidungskriterien und Möglichkeiten, um daraus Lehren ziehen zu können: gesellschaftlich und individuell. Dabei entdecken die Schüler die Vielfalt der Lebensentwürfe und historisch-geografischen Situationen, in denen sich Menschen bewegen. Das führt zum Erkennen der Bedeutung der Dialogfähigkeit, des Erkennens von Alternativen und zum Tolerieren gegensätzlicher Positionen.       
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass in allen an unserer Schule zu unterrichtenden Fächern die Realisierung der folgenden Prinzipien angestrebt wird:

  • Entfaltung von systematischem Wissen und dessen Anwendung auf individuell unterschiedlichen Lernwegen                       
  • Entwicklung von Fachkompetenzen         
  • Förderung der Kommunikationsfähigkeit                
  • Kooperation in konkreten, anwendungsbezogenen Lernsituationen                 
  • Aktive Nutzung der vielfältigen soziokulturellen Erfahrungswelt der Schüler und des politisch-geografischen Umfelds: Berlin als Hauptstadt, Brandenburg bis hin zum europäischen Ausland.


Wir sind der festen Auffassung, dass sich die Wissenserarbeitung der demokratischen Grundsätze, der Menschenrechte und der politischen Partizipation sowie die Kenntnisse von der Entwicklung der Erde und den Lebensbedingungen auf der Erde anhand dieses dynamischen Modells verwirklichen lässt.

5.4 Personalentwicklung 

Um die Qualität der schulischen Arbeit zu sichern und zu verbessern, ist der Bereich der Personalentwicklung von besonderer Bedeutung.

Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Erfassung des fachbezogenen und allgemeinen Fortbildungsbedarfs. Hieraus sollen Pläne zur Durchführung interner und externer Fortbildungen erarbeitet werden. Ein Schwerpunkt liegt in Fortbildungsmaßnahmen zur Fortführung des Konzepts der pädagogischen Schulentwicklung, um die Anzahl der entsprechend qualifizierten Kolleginnen und Kollegen zu erhöhen. Ziel ist die kompetente Fortführung der Förderung des eigenverantwortlichen Arbeitens und Lernens aller Schüler sowie die Unterstützung der Entwicklung und der Umsetzung des schulinternen Methodencurriculums auch im Fachunterricht. Ein weiterer Schwerpunkt soll in fachbereichsbezogenen Fortbildungen liegen.
• Eine weitere Qualifizierung des Kollegiums wird durch die verantwortliche Mitarbeit in Arbeits- oder Steuergruppen gefördert sowie durch die Übertragung von verantwortungsvollen Aufgaben zur Stärkung von Führungsqualitäten angestrebt.
• Von großer Bedeutung zur Sicherung der Qualität des Unterrichts und zur Vermeidung von Unterrichtsausfall ist die Erhaltung und Verbesserung der Versorgung der Schule mit geeigneten Lehrkräften. Dazu gehören insbesondere die Besetzung der vakanten Funktionsstellen und vor allem die Ausschreibung und Besetzung einer Stelle zur Koordinierung schulfachlicher Aufgaben im Bereich Schulqualität und Schulentwicklung (Qualitätsbeauftragte(r)). Ferner sollen bei Neueinstellungen für die Schule nur schulscharfe Ausschreibungen in Absprache mit der Schule erfolgen. Einstellungen und Umsetzungen sollen eine angemessen ausgewogene Lehrerversorgung für jedes Fach berücksichtigen und ausschließlich  Lehrer berücksichtigen, die an der Schule fachlich uneingeschränkt einsetzbar sind. Schließlich ist eine angemessene Vertretungsreserve durch einen Ausstattungsgrad von 105 Prozent anzustreben sowie die Bereitstellung von Etatmitteln zur schnellen Reaktion auf langfristige Ausfälle.

5.5 Information und Zusammenarbeit in der Schule 

Es gibt umfangreiche Beratungs- und Informationsangebote für Eltern und Schüler im Einzelgespräch sowie auf Elternabenden und anderen regelmäßigen Veranstaltungen:

  • vor dem Anmeldezeitraum für Eltern und Schüler der 6. Klassen integriert in den Tag der offenen Tür
  • für Schüler des Europazuges der 6. Klassen außerdem an einem zusätzlichen Termin
  • für die 7. Klassen im Probehalbjahr an einem speziellen Elternsprechtag vor oder nach den Herbstferien
  • für alle Eltern und Schüler an einem Elternsprechtag im zweiten Schulhalbjahr
  • für die 7. und 8. Klassen vor den Wahlpflichtentscheidungen und zum Betriebspraktikum
  • für 9. und 10. Klassen vor Beginn der Vorbereitungen zu den Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss
  • für 10. Klassen vor Entscheidungen für das Kurssystem und das Abitur
  • im Kurssystem regelmäßig durch die Pädagogische Koordinatorin, insbesondere vor Abiturentscheidungen
  • Infoabende zu individuellen und schulischen Austauschprogrammen


Eltern und Schüler werden darüber hinaus per Rundbrief, in ihren Versammlungen und durch ihre Gremienvertreter über alles Wichtige informiert.
Die Neugestaltung der Homepage wird die Möglichkeit geben, den Informationsfluss für alle an der Schule Beteiligten zu verbessern. Hierdurch soll gezielt eine leichtere und aktuellere Kommunikation ermöglicht werden, die auch die Kooperation in den Fachbereichen und für fach- oder gremienunabhängige Arbeitsgruppen der Schule erleichtern kann.
Daneben sollten andere Möglichkeiten gesucht oder verbessert werden, da eine möglichst umfassende, aktuelle Information für die Schule als Gemeinwesen eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit darstellt.
Viele Eltern bringen ihre Ideen, ihre Kompetenz und ihre Arbeitskraft bereits regelmäßig oder nach Bedarf zum Vorteil der  Schüler in die Schule ein. Wichtige Projekte der Schule, einzelner Lerngruppen, der Gesamtelternvertretung oder des Fördervereins werden so erst möglich. Es gilt, weitere Eltern dafür zu gewinnen, der Schule neue Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Die Unterstützung der Arbeit der Schülervertretung und einzelner Schülerprojekte führt zu einer weiteren Stärkung der Wirksamkeit und des Erfolges der  Schüler in schulischen und außerschulischen Zusammenhängen.

5.6 Schulinternes Curriculum  

Die Arbeit am schulinternen Curriculum ist aufgenommen worden. Hier müssen zunächst die Vorgaben der neuen Rahmenlehrpläne (und der Übergangsregelungen für die Sekundarstufe I für die Schuljahre 2006 – 2010 bei gleichzeitig noch gültigen curricularen Vorgaben für das Kurssystem) und die veränderten Prüfungsregelungen für den Mittleren Schulabschluss und das Abitur in fachinterne Arbeitspläne münden, die zu erproben und zu optimieren sind. Gleichzeitig wird die Arbeit an dem schulinternen Methodencurriculum fortgesetzt.

5.7 Ausstattung und baulicher Zustand der Schule 

Nach der Erweiterung, Umgestaltung und Renovierung in den zurückliegenden Jahren befinden sich das Schulgebäude und die Außenanlagen in einem sehr erfreulichen Zustand. Es stehen aber noch einige Maßnahmen aus, um das Begonnene zu vollenden oder bestehende Schäden zu beseitigen. Die Schulleitung bemüht sich um die Durchführung durch die zuständigen Abteilungen des Bezirksamts.
Das Dach und die Terrasse des 4. und 5. Stockwerks des Gebäudes C müssen saniert werden, die Begehbarkeit der Terrasse soll wieder hergestellt werden. Die Baumaßnahme ist beantragt und mündlich für 2007 zugesagt worden.
Die 2001 erfolgte erfreuliche Umgestaltung der Außenanlagen wurde im hinteren Hofteil nicht beendet: Die beiden vorgesehenen Anlaufbahnen für die Sprunggrube sind noch nicht angelegt worden und für die durch Tennenboden und Pflasterung bereits vorbereiteten Sitzkreise zur Erweiterung der Möglichkeiten des Lernens im Freien fehlen noch die Sitzgelegenheiten.
Die Renovierungsarbeiten im Haus im Jahr 2004 haben eine grundlegende Verbesserung der Atmosphäre bewirkt, sind aber noch nicht vollständig abgeschlossen, da Restarbeiten und Nachbesserungen bisher nicht erfolgt sind. Ein Termin für die Ausführung der Arbeiten steht noch nicht fest, jedoch liegt für die Renovierung der Aula eine schriftliche Zusage für 2007 vor.
Die Schule beabsichtigt, die Medienausstattung zu optimieren. Konkret sollen zwei weitere Räume mit fest installierten Beamern ausgestattet werden (Finanzplanung 2007).
Ferner sind zur Verbesserung der Kommunikation und der vorhandenen Ausstellungsmöglichkeiten an verschiedenen Stellen im Schulgebäude Präsentationsflächen angestrebt. Es muss dazu ein Konzept beschlossen und die Finanzierung gesichert werden.