Von Kiiu und Hannah (9eu2)
Dies ist ein Bericht über die Erasmus-Austauschreise nach Prag im März 2026. Das Erasmus-Austauschprogramm wird in Partnerschaft zwischen dem Schiller-Gymnasium und der Open Gate School in Babice organisiert. Es wird von der Europäischen Union finanziert. Es bietet Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen die Gelegenheit zu einem dreitägigen Aufenthalt in der Tschechischen Republik. Die Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums waren im Internat der Open Gate School untergebracht. Im Mittelpunkt der Reise standen die Themen nachhaltige Architektur und nachhaltiges Leben.
Die Architektur:
Architektur ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Erasmus-Austauschreise.
Am Mittwoch, dem zweiten Tag unseres Aufenthalts in der Tschechischen Republik, besuchten wir zwei beliebte Ausflugsziele und Wahrzeichen der Stadt Prag: die Prager Burg und die Karlsbrücke.
Der Tag begann mit einer ausführlichen Führung durch das Gelände rund um die Prager Burg. Geleitet wurde diese Führung vom Koordinator des Austauschprogramms der Open Gate School. Sie umfasste Gespräche über die Geschichte der verschiedenen Gebäude sowie über deren facettenreiche architektonische Stile. Dies verhalf uns zu einem besseren Verständnis dafür, welch großen Einfluss die architektonische Gestaltung in Prag hat. Zudem erhielten wir ausreichend Zeit, um die vielfältige und reizvolle architektonische Umgebung auf uns wirken zu lassen – beispielsweise, indem wir Fotos machten und eine kleine Schnitzeljagd unternahmen.
Am Donnerstag nahmen wir an einer Führung durch das CAMP Praha teil, bei der wir unser Wissen über die Architekturgeschichte Prags erweiterten. Wir hatten die Gelegenheit, eine kurze Filmvorführung zu diesem Thema anzusehen sowie eine Ausstellung zu besichtigen, die eine Zeitleiste der tschechischen Architekturgeschichte und die allgemeine Entwicklung der Stadt Prag im Laufe der Jahre zeigte.
Projekt „Nachhaltige Architektur“:
Wir begannen mit verschiedenen Aufgaben zum Thema nachhaltige Architektur; so nutzten wir beispielsweise die Technik der Szenarienbildung, um uns verschiedene mögliche Zukunftsszenarien für die Stadtentwicklung vorzustellen. Dies war eine abendliche Gruppenaktivität.
Ein weiteres Projekt wurde in Dreiergruppen bearbeitet. Die Aufgabe bestand darin, ein bestehendes Beispiel für nachhaltige Architektur zu recherchieren und auf dieser Grundlage eine prägnante Präsentation zu erstellen. Diese Präsentationen wurden am letzten Tag, kurz vor unserer Abreise, vorgetragen.
Das Hauptprojekt wurde im Rahmen eines gemeinsamen Workshops am letzten Tag der Reise vorgestellt und nach Abschluss der eigentlichen Austauschreise im Rahmen einer „digitalen Mobilität“ fortgesetzt. Unsere Aufgabe bestand darin, ein eigenes nachhaltiges Gebäude zu entwerfen. Dieses Projekt wurde in Gruppen von etwa drei bis vier Personen durchgeführt, wobei jede Gruppe aus mindestens einer/m tschechischen Schüler/in (der Open Gate School) und einer/m deutschen Schüler/in (des Schiller-Gymnasiums) bestand. Jedes Gruppenmitglied hatte festgelegte Aufgaben, die – parallel zur Erarbeitung des Konzepts für das eigentliche Bauprojekt – am letzten Tag des Aufenthalts an der Open Gate School festgelegt wurden.
Die Aktivitäten:
Während unserer Reise nach Prag stellten uns Herr Hannon und Frau Roehl unterhaltsame – und bisweilen auch herausfordernde – Aufgaben. An unserem ersten Tag in der Prager Innenstadt erhielten wir den Auftrag, eine Schnitzeljagd zu absolvieren, um unsere Umgebung zu erkunden und einige der städtischen Highlights zu entdecken. Zu den gesuchten Objekten zählten verschiedene Tiere, einzigartige Skulpturen sowie das Aufspüren eines deutschen Touristen, der die ikonische Kombination aus Sandalen und Socken trug. Obwohl einige Aufgaben schwieriger zu bewältigen waren als andere, gelang es den meisten Gruppen, alle Aufträge erfolgreich abzuschließen. Im Verlauf der Schnitzeljagd entdeckten wir zudem wunderschöne Architektur und malerische Ausblicke.
Am zweiten Tag absolvierten wir eine Foto-Challenge, während wir die Stadt eigenständig erkundeten. Das Ergebnis waren einzigartige Hausfassaden – wie etwa ein leuchtend blaues Blumenmosaik – sowie kunstvoll gestaltete Fensterrahmen und Türen. Diese Aktivität rückte jene eher stillen, aber wunderschönen Details ins Rampenlicht, die Architektur an sich zu einer Kunstform erheben.
An den Abenden versammelte sich die Gruppe zudem, um verschiedene Aufgaben zu bearbeiten, die thematisch mit der Reise verknüpft waren. In unserer Freizeit nutzten wir außerdem die Gelegenheit, das weitläufige und vielfältige Gelände der Open Gate School ausgiebig zu erkunden. In der Haupthalle trafen sich die Schülergruppen häufig, um Tischtennis, Darts oder auch Billard zu spielen. Andere Schülerinnen und Schüler vergnügten sich beim Spiel „Werwolf“, während sich einige für das Volleyballfeld im Außenbereich entschieden. Insgesamt boten die vielfältigen Angebote der Open Gate School reichlich Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler beider Schulen – des Schiller-Gymnasiums und der Open Gate School –, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Aktivitäten zu genießen.
Community:
Diese Aktivitäten, die gemeinsam bei den Gruppenausflügen verbrachte Zeit sowie die gemeinsame Unterbringung auf den Zimmern schweißten die Austauschschülerinnen und Austauschschüler als Gemeinschaft eng zusammen. Wir hatten nicht nur die Gelegenheit, tschechische Schülerinnen und Schüler der Open Gate School kennenzulernen, sondern knüpften auch neue Kontakte zu Schülerinnen und Schülern des Schiller-Gymnasiums, die wir zuvor noch nicht näher kennengelernt hatten.
Die Reise bot den Schülerinnen und Schülern unzählige Gelegenheiten, sich näherzukommen und einander besser kennenzulernen. Insbesondere die gemeinsame Unterbringung und die gemeinsamen Mahlzeiten trugen maßgeblich zu einem Gefühl der Nähe und des Zusammenhalts bei. Herr Hannon und Frau Roehl trugen maßgeblich dazu bei, eine herzliche, gemeinschaftliche und freundschaftliche Atmosphäre zu schaffen. Auch wenn das Hauptthema der Reise die nachhaltige Architektur war, zogen sich Freundschaft und Gemeinschaft zweifellos wie ein roter Faden durch die drei Tage, die in Tschechien verbracht wurden.
