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Zu Besuch bei der alten Dame
Zu Besuch bei der alten Dame

Am 16. Januar machten wir, die Klasse 9e1, einen Ausflug, um uns das Drama „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt, welches wir zuvor im Unterricht ausführlich behandelt hatten, anzusehen. Wir hatten genug von der trockenen Theorie und sehnten uns nun sehr danach, das Stück endlich in Szene gesetzt zu sehen. Nach einiger Recherche stellten wir fest, dass die nächstgelegene Einrichtung, die dieses Stück aktuell inszenierte, das Schauspiel Leipzig war. Dass dieses, wie der Name bereits verrät, in Leipzig liegt, war allerdings kein Problem und so wurden die Karten kurzerhand gebucht.

Bevor es am 16. Januar dann endlich losgehen konnte, hatten wir, zu unser aller Missfallen, erstmal fünf Stunden Unterricht. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten, war, dass dies nicht die einzige Verzögerung bleiben sollte. Wir kamen dann also irgendwann am Berliner Hauptbahnhof an. Doch schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Deutsche Bahn ihrem Ruf alle Ehre machen musste. Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit auf dem kalten Bahnsteig gestanden hatten, fuhr der Zug endlich ein. Doch dabei blieb es selbstverständlich nicht. Nachdem der Zug Ewigkeiten am Gleis gestanden hatte, kam die Durchsage, dass die beiden Zugteile sich aus unerklärlichen Gründen nicht aneinander koppeln ließen und daher nur die eine Zughälfte nach Leipzig fahren würde. Wie zu erwarten, saßen wir in der falschen Zughälfte. Daraufhin entschlossen wir uns endgültig, einen anderen Zug zu nehmen.

Letztendlich kamen wir mit ungefähr drei Stunden Verspätung am Leipziger Hauptbahnhof an. Somit verpassten wir unsere gesamte freie Aufenthaltszeit in Leipzig und den größten Teil des vom Theater für uns geplanten Workshops.

Als wir dann um 19:30 Uhr endlich alle unsere Plätze in der Loge des großen Theatersaals des Schauspiel Leipzigs eingenommen hatten, konnten wir kaum noch warten, dass es los ging. Die Inszenierung ist eine neue Interpretation des Dramas, welche allerdings trotzdem nur die originalen Texte nutzt. Neben den Themen, die in Friedrich Dürrenmatts Text behandelt werden, geht es zusätzlich auch um soziale Medien und Cybermobbing. Während einige das besonders spannend fanden, waren andere, denen eine klassische Form lieber gewesen wäre, eher enttäuscht als begeistert.

Nach circa zwei Stunden Genuss (für manche mehr und für andere weniger) ging es dann wieder nach Hause. Wir kamen kurz nach Mitternacht am Berliner Hauptbahnhof an. Alle waren nach den Strapazen der Reise sehr müde und deshalb auch sehr glücklich, am nächsten Tag erst zur dritten Stunde Unterricht zu haben.

Vielen Dank an Frau Heymann und Herrn Eberhard, die uns den Ausflug ermöglicht haben. Es hat gelohnt, das Stück nicht nur im Unterricht zu lesen, sondern auch auf der Bühne zu sehen.

Ella K. (9E1)