Bewertung in der Sekundarstufe 1 (Klassenstufe 8-10)
Die Bewertung von Leistungen im Fach Latein erfolgt auf der Grundlage von mündlichen und schriftlichen Leistungen. Beide Teile werden gleich gewichtet (= zu je 50%).
Bewertung schriftlicher Leistungen
Die schriftliche Leistung wird durch zwei Klassenarbeiten pro Halbjahr erbracht.
Die Klassenarbeiten beinhalten die Übersetzung eines kurzen lateinischen Textes ins Deutsche sowie einen Aufgabenteil. Die Übersetzung entspricht in Inhalt und Wortschatz den im Unterricht erarbeiteten Gegenständen. Der Aufgabenteil umfasst Aufgaben zur Grammatik und Lexik sowie Sach- und Interpretationsaufgaben, die in der Unterrichtssprache Deutsch bearbeitet werden. Die Gewichtung von Übersetzungs- und Aufgabenteil kann im Verhältnis 1:1 oder im Verhältnis 2:1 erfolgen – je nach Unterrichtsschwerpunkt. Auch die sprachliche Qualität der deutschen Aufgabenanteile wird gemäß Richtigkeit, Ausdruck und Form bewertet; sie fließt zu 10% in die Gesamtbewertung ein. Es gibt dementsprechend zwei Varianten von Klassenarbeiten mit folgender Bewertung von Übersetzung / Aufgabenteil / Sprache:
A: 45% / 45% / 10%
B: 60% / 30% / 10%
Das wird jeweils mit den entsprechenden Teilnoten ausgewiesen, so dass klar ersichtlich ist, wie sich die Gesamtnote zusammensetzt. Die Noten im schriftlichen Bereich werden den Eltern mittels der Klassenarbeiten mitgeteilt; die Kenntnisnahme bestätigen sie durch ihre Unterschrift.
Bewertung mündlicher Leistungen
Die Bewertung mündlicher Leistungen erfolgt auf der Grundlage von mündlicher Mitarbeit, d.h. von mündlicher Beteiligung und inhaltlicher Qualität der Beiträge im Unterrichtsgespräch und in Gruppenarbeiten sowie von der Beteiligung an Präsentationen, Referaten und Projekten. Außerdem fließen regelmäßige Vokabeltests zu 10% in die mündliche Leistung ein. Die Rückmeldung zu mündlichen Leistungen erfolgt zwei Mal im Halbjahr: entweder als eigene Note auf der Klassenarbeit oder separat (in schriftlicher Form). Die Kenntnisnahme wird von den Eltern bestätigt. Zudem können die Schüler im direkten Gespräch Leistungstendenzen von der Lehrkraft erfahren und mit ihrer Selbsteinschätzung abgleichen.
Bewertung in der Sekundarstufe 2 (Klassenstufe 11-12)
Am Schiller-Gymnasium wird Latein als Grundkurs mit 3 Wochenstunden angeboten; die jeweilige Zeugnisnote kann in die Abiturnote einfließen. Das Fach eignet sich sehr gut als sog. 5. Prüfungskomponente, denn der hierfür in Frage kommende Themenkomplex ist reichhaltig und die Schüler stellen im Rahmen dieser Präsentationsprüfung die selbstgewählte Fragestellung auf anschauliche Weise vor. Die Bewertung der Leistungen erfolgt gemäß den einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA), die in allen Bundesländern gelten. Der Anteil von schriftlich und mündlich erbrachter Leistung steht im Verhältnis 1:2.
Bewertung schriftlicher Leistungen
Die Schüler schreiben eine Klausur pro Halbjahr (Länge: 135 Min.); sie umfasst die Bereiche Texterschließung, Übersetzung und Interpretation. Das ab dem Abitur 2025 geltende Klausurformat gibt vor, dass sich die Note folgendermaßen zusammensetzt:
10% Texterschließung / 40% Übersetzung / 40% Interpretation / 10% Sprache und Form
Diese Bewertungsmatrix gibt der Interpretation, in welche die von den Schülern erworbenen Sachkenntnisse einfließen, hinreichend großen Raum. Je nach inhaltlichem Schwerpunkt des Semesters bezieht sich die Klausur auf das Alltagsleben der Römer, auf exemplarisch behandelte Ereignisse und Personen der römischen Geschichte, auf Werke der lateinischen Dichtung oder auf antike Religion und Philosophie. Die Benotung erfolgt gemäß dem digitalen Klausurgutachten des Senats; allein die Klausur ist Grundlage der schriftlichen Bewertung.
Bewertung mündlicher Leistungen
Ausschlaggebend für die Bewertung mündlicher Leistungen ist die aktive Beteiligung am Unterricht, wobei Quantität wie Qualität der Beiträge bewertet werden. Hinzu kommen Beiträge in Referaten, Präsentationen und Projekten. Darüber hinaus fließen Vokabeltests zu 10% in die mündliche Leistung ein. Eine Rückmeldung zur Bewertung der mündlichen Leistung erfolgt zwei Mal im Semester zu geeigneten Zeitpunkten.