Im tiefen Grunewald traf den Latein Grundkurs des 1. Semesters das Sturmtief Xaver:
Auf dem Weg zum 13. Potsdamer Lateintag zum Thema „Begegnung mit dem Fremden. Die Römer in den Provinzen“ in der Universtität Potsdam am 06.10.2017 unterschätzten wir die Zerstörungswut des Unwetters vom Vortrag und wegen einer Sperrung der S-Bahn zwischen den Stationen Grunewald und Wannsee benötigten wir zwei Stunden Fahrtzeit zum Standort Griebnitzsee. Endlich im trockenen und warmen Hörsaal angekommen, hörten wir den Vortrag „Briefe, Bier, Brittunculi. Erfahrungen römischer Legionäre in Britannien“ von Frau PD Dr. Nicola Hömke. Die Philologin stellte Originalbriefe römischer Soldaten, aber auch ihrer Sklaven und Angehörigen vor: "Sie stammen vom nordenglischen römischen Grenzwall, wo Legionäre und sogenannte Barbaren aufeinandertrafen. Den Briefen zufolge bemühten sich die Römer um ein auskömmliches Verhältnis zu den Einheimischen – gemischte Familien inbegriffen." (uni-potsdam.de) So zeigte sie uns z.B. eine Einladung einer römischen Frau zu einer Feierlichkeit, aber auch die kommerzielle Auswirkung der Ausgrabung eines römischen Toilettendeckels.
Nach dieser humorvollen und anschaulichen Vorlesung und einer kleinen Stärkung in der Mensa besuchten die Schüler/innen das Schnupperseminar "Fremde Götter an Rhein und Neckar. Der Mithraskult in den germanischen Provinzen", der sich um diese Soldatenreligion drehte: Der Dozent Dr. Eugen Braun berichtete von möglichen Ursprüngen, den vielfältigen Göttern sowie der rituellen Ausübung des Kultes um den Licht-Gott Mithras, der sich im 2. Jahrhundert n. Chr. in Rom stark verbreitete, aus viele kleinen Gruppen von max. 45 Anhängern bestand und zur Geheimhaltung verpflichtete. Für Frau Porzelt gab es in dieser Zeit einen Workshop zum projekt- und fächerübergreifenden Unterricht, sodass sich alle Beteiligten erhellt auf den immer noch zu langen Heimweg machen konnten.