Tagesausflug Weimar: Am 26.6.2025 waren wir mit unserem Deutsch LK für einen Tag in Weimar. Wir hatten zuvor schon die verschiedenen Literaturepochen, darunter auch die Weimarer Klassik, genauer behandelt. Außerdem lasen wir gerade erst das Drama „Der zerbrochene Krug“ von Kleist. Das Interesse an Weimar und der dortigen Literaturgeschichte war dementsprechend groß.
Wir trafen uns schon sehr früh morgens am Hauptbahnhof, sodass wir um 7:20 Uhr den Zug nach Erfurt nehmen konnten. In Erfurt stiegen wir dann um und waren um ca. 10 Uhr in Weimar.
Der erste Eindruck, den wir von Weimar bekamen, war der Theaterplatz mit der Goethe-Schiller-Statue vor dem Nationaltheater. Wir erfuhren einen interessanten Fakt: Obwohl Schiller zu seinen Lebzeiten deutlich größer gewesen war als Goethe, waren sie als Statue etwa gleich groß dargestellt. Der Erbauer der Statue hatte sich wohl dafür entschieden, die Gleichwertigkeit und enge Zusammenarbeit der beiden Dichter darzustellen.
Zunächst hatten wir ein wenig Freizeit. Wir erkundeten in Gruppen die Stadt und trafen uns anschließend vor dem Schillerhaus. Daneben befindet sich eine Ausstellung über Goethes Drama „Faust“, die wir erkundeten, bevor wir uns für eine Führung durch Schillers Wohnhaus bereit machten. Es war sehr spannend, die Räume zu sehen, in denen Schiller mit seiner Familie lebte. Besonders in Erinnerung ist uns Schillers Arbeitszimmer geblieben, in dem er auch 1805 verstorben war.
Anschließend hatten wir wieder Freizeit. Allerdings verbrachten wir sie diesmal alle zusammen im Park an der Ilm. Wir aßen unser mitgebrachtes Picknick und spielten Spiele zusammen.
Zuletzt besuchten wir das Goethehaus, welches sehr in der Nähe des Parks liegt. Wir hatten Audioguides und verbrachten die nächste Stunde damit, das große Wohnhaus und den angrenzenden Garten zu erkunden. Besonders gefallen hat uns dort wieder das Arbeitszimmer, die Einrichtung gefiel uns besonders. Aber auch die ganzen Kunstsammlungen Goethes waren sehr beeindruckend. Beispielsweise verwunderte es uns, dass Goethe viele Majolica Teller gesammelt hatte. Es gab einen ganzen Raum voll mit diesen Tellern, die alle wichtige Szenen aus der griechischen Mythologie zeigten, was Goethes Begeisterung für dieselbe widerspiegelt.
Zuletzt konnten wir uns nochmal im Kleingruppen von Weimar verabschieden, bevor wir um 18 Uhr pünktlich mit Einsetzen des Regens zum Bahnhof begaben.
Alles in allem war es ein wirklich besonderer Ausflug, der uns lange im Gedächtnis bleiben wird. Es ist immer wieder faszinierend, die Orte zu besuchen, an denen die Personen, die wir aus dem Schulunterricht so gut kennen, mal gelebt haben. Es bringt einem deren Geschichten näher. Goethe und Schiller sind jetzt nicht mehr nur Dichter, deren Gedichte wir analysieren, sondern auch interessante Persönlichkeiten, Menschen. Danke deshalb an unsere Lehrerin Frau Specht, die uns diesen Ausflug ermöglicht hat!