Am Freitag, den 09.05.2025, unternahmen die Klassen 10E2 und 10E3 eine Exkursion zum FluxBau in Berlin. Im Mittelpunkt stand das Thema Berliner Mauer, verbunden mit dem Gedenken an Çetin Mert, ein Kind unter vielen, das wegen der Teilung Berlins ums Leben kam.


Çetin Mert war ein fünfjähriger Junge, der 1975 beim Spielen in die Spree fiel – direkt an einem Teil, der damals zu Ost-Berlin gehörte. Obwohl westliche Rettungskräfte das Unglück sahen, durften sie aufgrund der Grenzregelungen nicht eingreifen. Auch von der DDR-Seite kam keine sofortige Hilfe. Çetin ertrank – ein tragisches Beispiel dafür, wie die Mauer selbst in friedlichen Momenten Leben gekostet hat.
Nach diesem Einstieg wurden die beiden Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe nahm an einer Foto-Rallye teil. Ausgestattet mit iPads bekamen wir historische Fotos aus der Zeit der DDR und BRD gezeigt. Unsere Aufgabe war es, die abgebildeten Orte in der Umgebung wiederzufinden und aktuelle Fotos zu machen. Dadurch konnten wir direkt vergleichen, wie sich Berlin verändert hat.
Die zweite Gruppe führte ein Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen Feuerwehrmann aus der BRD. Er erzählte von seinem Alltag während der Teilung, von Fluchtversuchen und von der Machtlosigkeit, wenn Menschen auf der anderen Seite in Gefahr waren. Besonders spannend war, dass wir ihm offen Fragen stellen durften.

Am Ende gestalteten wir Botschaften für Çetin Mert, die wir an Luftballons festgebunden und gemeinsam steigen gelassen haben. Jede*r konnte dabei eigene Gedanken, Wünsche oder Zeichnungen einbringen – ein schöner Abschluss.
Die Exkursion war insgesamt sehr spannend und hat uns nicht nur historisches Wissen mitgegeben, sondern auch gezeigt, wie stark persönliche Schicksale mit politischen Entscheidungen verbunden sind.